Was ist Feng Shui?
Feng Shui ist chinesisch und bedeutet "Wind und Wasser". Diese Übersetzung
entstand durch die in der chinesischen Sprache übliche Eigenschaft, lange
und wortreiche Beschreibungen in einer kurzen und einprägsamen Form
darzustellen. Gemeint ist hier also "das Qi, das vom Wind zerstreut wird und sich
ähnlich wie Wasser verhält".
Dieses Qi ist die Lebensenergie, die alles umgibt, durch alles fließt
und auch in jedem scheinbar leblosem Gegenstand vorhanden ist. Nach den
Chinesen ist Qi die Grundlage zur Entstehung von Materie und Leben.
Um den Menschen in Einklang mit der Natur und sich selbst zu bringen haben
die Chinesen verschiedene Methoden entwickelt. Sie alle sind in der Traditionellen
Chinesischen Medizin (TCM), einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen,
bei der es z. B. in der Akupunktur, Tai Chi, Chi Kung und Meditation um das
Lenken des Qi (der Energien) im menschlichen Körper geht, zusammengeführt.
Feng Shui ist eines der acht Teilgebiete der TCM. Daher wird Feng Shui auch
manchmal als "Akupunktur des Raumes" bezeichnet, da es sich mit dem Fließen
von Energien in Gebäuden beschäftigt. Allerdings spielt auch der
Energiefluß in der Umgebung eine bedeutende Rolle, denn
verständlicherweise ist es ein großer Unterschied, ob ein Haus an einem
idyllischen Waldrand steht, oder ob sich direkt daneben eine Autobahn oder Fabrik
befindet.
Streng betrachtet ist Feng Shui also eine Wissenschaft, deren Anfänge auf
Beobachtungen der Natur in China vor rund 4000 Jahren zurückgehen. Aus diesen
über viele Generationen erfolgten Betrachtungen konnten bestimmte, sich
ständig wiederholende Rhythmen und Gesetzmäßigkeiten abgeleitet
werden, die bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren haben und nach denen immer
noch die wesentlichen Berechnungen in einer Beratung durchgeführt werden.
Allerdings bedarf es auch der Intuition, und der Kunst, diese Zyklen im Universum
zu erkennen und das eigene Leben und unsere Umgebung harmonisch nach diesen
Kräften auszurichten. Natürlich gehört zum modernen Feng Shui im
Westen heute auch das Wissen um die Arten von Qi, die uns nicht bekömmlich
sind (Sha Qi), wie beispielsweise der Einfluss von Elektrosmog und Wasseradern.
Neuere physikalische Versuche bestätigen, dass sich aus einem physikalisch
betrachtet "leeren" Raum neue Materie in Form von kleinsten Teilchen manifestieren
kann. Das ist mit unseren westlichen Betrachtungsweisen aber nur erklärbar,
wenn dieser "leere Raum" eben doch nicht ganz leer ist, sondern irgendeine
(schwer messbare) Form von Energie enthält. Das in Asien Jahrtausendealte
Wissen dieser dort Qi genannten Energie (s. auch Ki, Prana, Od) nutzen wir im
Feng Shui, um diese Lebensenergie in ausreichendem Maße und in einer
harmonischen Weise in und durch unsere Gebäude und Gärten fließen
zu lassen. Der richtige Qi-Fluß in unseren Räumen ist die Grundlage
für unser Wohlbefinden.
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